Mittwoch 20. August 2014
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tags: Frauen

"Teilzeitarbeit als Sackgasse?"

Mit diesem Statement äußerte sich Frauenministerin Heinisch-Hosek in den Medien zu diesem Thema. Ist diese Frage berechtigt - schauen wir uns das mal genauer an:


Eigentlich sollte es in unserem Gesellschaftssystem so funktionieren, dass sich jede Person ihren Arbeitsplatz frei aussuchen kann. "Sollte", aber so ist es nun einmal nicht. Die Beschäftigungsquote in Teilzeit ist bei Frauen viel höher als bei deren männlichen Kollegen. Sie werden in diese Form der Erwerbstätigkeit gedrängt, obwohl sie lieber einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen würden.


Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem baut darauf auf, dass die unbezahlte Hausarbeit (Reproduktionsarbeit) von Frauen erledigt wird.
Viele Frauen (etwa ¼ der teilzeitbeschäftigten Frauen) würden gerne einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, aber sie haben keine Möglichkeit in eine solche zu wechseln. Teilzeitarbeit bedeutet nicht nur weniger Lohn sondern auch weniger Pension. Armutsgefährdung ist vor allem bei alleinerziehenden Frauen ein Thema und bleibt oft unbemerkt für die Gesellschaft.
Aufgabe der Regierung ist es, mehr Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen und Betriebe dazu zu verpflichten, Frauen zu fördern. Sei es bei der Vollzeitbeschäftigung, als auch bei führenden Positionen und gerechter Entlohnung.
Würden Frauen streiken gehen und ihre unbezahlte Hausarbeit als auch ihre Erwerbstätigkeit für einige Zeit niederlegen, würde unser Gesellschaftssystem in der Form nicht mehr funktionieren.
Fakt ist, dass etwa 44 % der arbeitenden Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Bei den männlichen Kollegen sind es ca. 9%.

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