Mit ‘unibrennt’ getaggte Artikel

Neues aus der Uniprotestbewegung

Donnerstag, 14. Januar 2010
16. Januar 2010
15:00bis19:00

2. KreAktionsTreffen

Nachdem wir offensichtlich in den Medien nicht immer richtig Transportiert werden, hielten wir es für sinnvoll Menschen direkt gegenüber zu treten und Ihnen unsere Ziele (Freie Bildung für alle, Ausfinanzierung und Redemokratisierung des Bildungssystems) dierkt näher zu bringen – Ihnen zu zeigen das nicht alles und jeder Vandalismusakt der irgendwo, passiert mit der Bildungsbewegung gleichzusetzen ist, dass wir, die wir für Bildung einstehen nicht automatisch kriminelle, sondern das wir kreative Intelektuelle sind, die sich was überlegen und das wir Menschen sind, denen nicht egal ist was rund um uns und mit UNSEREM Bildungssystem passiert! Weiterlesen »

Kontroverse um Kaffeestand in Uni-Aula

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die BesetzerInnen der Uni-Protestbewegung versuchen täglich aufs Neue, einen Kaffeestand mit Gratis-Kaffee in der Aula der Hauptuni aufzubauen. Doch jeden Tag werden sie von Securities wieder verjagt. Dabei werden meist Brandschutzbestimmungen als Grund genannt – allerdings klingt das etwas absurd, wenn man bedenkt, dass mehrmals im Semester ein weitaus größerer Bücherflohmarkt am selben Ort errichtet werden darf. Weiterlesen »

Warum wird denn da überhaupt protestiert…? Erklärungen für alle, die nicht studieren

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Zur sozialen Lage von Studierenden:

  • Österreichs Studierende sind nicht reich – eine aktuelle Studie zeigt, dass 46 Prozent von ihnen unter der Armutsgrenze leben müssen: Sie haben im Monat weniger als 912 Euro für Wohnen, Kleidung, Nahrung und Materialien für die Uni zur Verfügung. Die Reaktion einiger Studierender auf eine frühere Version dieses Flugblattes: „912? Schön wär’s… Kannst du nicht lieber schreiben, wie viele von 500 Euro im Monat leben müssen?“ – würde ich gerne, aber dazu habe ich leider keine Zahlen.
  • Die meisten Studierenden müssen genauso ihren Lebensunterhalt verdienen, wie alle anderen – meist jedoch leider mit prekären Teilzeitjobs. Die Fluktuation in diesen typischen „Studi-jobs“ ist hoch, das Eintreten für Verbesserungen meist sehr schwer bis unmöglich.
  • Beihilfen? Die gibt es nur für diejenigen, die schnell genug studieren. Aber es hat einen Grund, dass viele zu sogenannten „Bummelstudenten“ werden – es gibt überhaupt nicht genug Studienplätze um schnell genug fertig zu werden, außerdem verzögert die Arbeit vielfach das Studium.

Zur Lage an den Unis:

  • Anmeldesystem: Da es bei weitem nicht genug Plätze gibt und sowieso nicht alle studieren können, wird versucht, die Plätze mit immer neuen Systemen „gerecht“ zu verteilen. Früher kam es auf einen schnellen Internetzugang an, heute muss man auf die Kurse Punkte setzen – wie beim Glückspiel. Für ein faires Anmeldesystem braucht es allerdings hauptsächlich eines – mehr Studienplätze!
  • Studieneingangsphasen: In der Bildungspolitik steht zur Debatte, die Studieneingangsphasen (STEPs) zu erschweren, indem mehr Lehrveranstaltungen aufbauend sein sollen, also voneinander abhängen sollen: das kann durch den Platzmangel schon mal viel Zeit kosten, denn wer in einen Kurs nicht hineinkommt, darf auch den nachfolgenden nicht besuchen – und ein längeres Studium bedeutet eine längere Zeit, in der kaum Geld da ist, da man sich ja mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen herumschlagen muss. Aus diesem Grund wird die Verschärfung der STEPs abgelehnt.
  • Zugangsbeschränkungen: Es steht derzeit zur Debatte, mehr Aufnahmeprüfungen einzuführen – mal ganz abgesehen von den inoffiziellen Knock-out-Tests, die in überfüllten Studien jetzt schon längst durchgeführt werden. Manchmal ist bereits zu Beginn der Lehrveranstaltungen klar, wie viele durchfallen werden – ganz egal, ob alle den Stoff ausreichend beherrschen! Mit solchen Zugangsbeschränkungen werden allerdings diejenigen, die weniger Geld haben und daher mehr arbeiten müssen, schon mal ausselektiert, weil ihnen die Zeit zum Lernen fehlt. Wer also nicht will, dass nur eine Elite studieren kann, sollte gegen Zugangsbeschränkungen auftreten.

Was wird also gefordert?

Die wohl wichtigste Forderung ist die Ausfinanzierung der Unis, damit es endlich genug Studienplätze gibt. Im Interesse eines freien Bildungszugangs ist es aber auch wichtig, Zugangsbeschränkungen wie Aufnahmeprüfungen, Knock-out-Tests sowie natürlich auch Studiengebühren abzulehnen, da nur so Menschen aus allen sozialen Schichten die Möglichkeit haben, ein Studium zu beginnen. Geldmangel? Wenn schon innerhalb von kürzester Zeit ein „Rettungspaket“ für Banken beschlossen wird, mit dem Milliarden verschleudert werden, muss auch Geld für freie Bildung da sein. In diesem Sinne: mehr Geld für die Unis, damit nicht nur die Eliten studieren können!

Sie studieren selbst nicht? Ihre Kinder auch nicht? Also bringt Ihnen das alles nichts?

Wenn wir mit unseren Protesten gewinnen, wird hoffentlich auch in anderen Bereichen das Schweigen über unzumutbare Bedingungen endlich gebrochen – es gibt beispielsweise bereits eine Zusammenarbeit mit Teilgewerkschaften (z.B. MetallerInnen), eine gemeinsame Demo mit KindergärtnerInnen ist bereits geplant. Gegenseitige Solidarität ist uns wichtig, denn nur so können wir gewinnen!