Wer davon ausgeht, dass Sprache unser Denken und damit auch unser Handeln beeinflusst, muss auch anerkennen, dass die Sprache in Stellenangeboten die Berufswahl lenken kann. Ausgehend von dem weiten Forschungsfeld der feministischen Sprachwissenschaft habe ich nun versucht, den Zusammenhang von geschlechtergerechter Sprache in Stellenangeboten und gendertypischer Berufswahl herzustellen. Noch immer ergreifen Mädchen und Frauen hauptsächlich Berufe im sozialen und pädagogischen Bereich und wählen nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Lehrberufe. Andererseits gibt es heutzutage immer noch männerdominierte Berufe, meist im technischen Bereich.
Für feministische SprachwissenschaftlerInnen liegt der Verdacht nahe, dass auch Berufsbezeichnungen eine Rolle dabei spielen, welche Berufe in Betracht gezogen werden. Dabei stellt sich die Frage: wie werden Inserate formuliert, um geschlechtstypische Berufe zu festigen oder aufzubrechen. Konkret: wird – und wenn ja, wie wird – in Stellenangeboten geschlechtergerecht formuliert und welche anderen Strategien dienen der Erhaltung oder dem Aufbrechen von Rollenbildern?
Download der Seminararbeit:
Strategien zur Herstellung von Geschlechtsneutralität und Geschlechtsspezifik in Stellenangeboten
Tags: Feminismus